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Angelika
Marc
Es ist schwierig in dieser Situation die richtigen Worte zu finden.
MARC! … war Europäer, das war seine Antwort wenn man ihn nach seiner Herkunft fragte. So passt es auch zu ihm, dass jetzt Menschen aus verschiedensten Ländern hier sind.
Er war ein feiner Kerl. Egal worum es ging, er hatte immer eine eigene Meinung und hatte etwas einzubringen. Marc wollte den Dingen immer auf den Grund gehen und sie verbessern.
Er ist in den Niederlanden aufgewachsen, aber es hat ihn schon früh in andere Länder gezogen. Die Fliegerei war seine große Passion die ihn in die verschiedensten Orte der Welt brachte wie z.B. USA, Madagaskar, Frankreich etc. nur um ein paar zu nennen. Die letzten Jahre war Deutschland seine "home base". Er wollte von klein auf Pilot werden und verfolgte seinen Traum hartnäckig. Nachdem er mehr als 10 Jahre als Flugzeugmechaniker gearbeitet hatte konnte er letztes Jahr seine Ausbildung als Pilot bei ESMA in Montpellier abschliessen (CPL, commercial pilot license und Instrument Rating).
Marc sah sich nie als Linienpilot. Wie er zu sagen pflegte: "Fliegen hört auf wenn Stewardessen und Toiletten ins Spiel kommen!" Also machte er im Anschluss seine Lizenz als Agrarpilot. Er arbeitete für 2 ½ Monate in Algerien bei der Heuschreckenbekämpfung und freute sich im Anschluss die "Feuersaison" in Südfrankreich fliegen zu können.
Sein Kindheitstraum war Wirklichkeit geworden und er konnte das tun wovon er schon immer geträumt hatte. Das Alles mit einem solchen Einsatz zu beenden entsprach sicher seiner Vorstellung, wenn es auch 40 bis 50 Jahre später hätte sein sollen.
Wir kannten uns viel zu kurz und waren uns darüber einig, dass es schön gewesen wäre sich früher zu begegnen. ABER das ganze Leben lag ja noch vor uns, NICHT AHNENED wie kurz dieses sein würde. Die gemeinsamen Jahre waren die schönsten meines Lebens, voller Ideen, Pläne und Projekte. So verrückt wie wir sind/ waren …, ergänzten wir uns perfekt. Jeder nahm den Anderen wie er ist und bestärkte ihn in seinem Tun. Wir waren ein perfektes Team.
Vor zwei Wochen paddelten wir auf der Orb in Südfrankreich und stritten über den besten Weg um die Steine herum. Letztendlich landeten wir auf den Steinen und mussten über uns selbst lachen. Wir kamen zu dem Schluss, es sei nicht einfach mit zwei Kapitänen an Bord, ABER es gelang uns trotzdem.
Er schrieb einmal in einer SMS die ich immer noch habe: "Thank you for being you… !" Dafür möchte auch ich ihm danken!
Wir hatten unzählige Pläne für die Zukunft, die alle mit ihm am 14. August starben. Marc, es tut mir leid, aber ich weiß nicht wirklich wie ich alle unsere Projekte alleine bewältigen kann? Ich weiß, dass Du ein fürsorglicher und gewissenhafter Mensch warst, der das Leben sehr liebte und dem die Sicherheit beim Fliegen über alles ging. Ich werde daher alles mir Mögliche daransetzen die Wahrheit über den Grund des Absturzes herauszufinden.
Ich habe in den letzten Jahren viel von Dir gelernt! Du hast mir viele Möglichkeiten aufgezeigt und mich bei meinem Tun unterstützt. Noch kann ich mir ein Leben ohne Dich nicht vorstellen. Die gemeinsame Zeit war viel zu kurz, aber ich hätte keine Minute davon missen mögen. Du würdest nicht wollen, dass wir unseres Leben nicht mehr froh werden und keinen Spaß mehr haben, denn Du würdest wohl sagen: "Shit happens… but have fun!" Du lebtest immer in der Gegenwart. Ich werde mich bemühen es genauso zu tun und ende mit den Worten die wir so oft als SMS schickten wenn wir getrennt waren: "… see you in dreamland!" I miss you and I will always love you!
RR (Angelika Trabert) Eindhoven 26.08.2005
Lillith
Lieber Marc
Einerseits möchte ich Dir gerne so vieles sagen, andererseits möchte ich nicht zuviel sagen. Wir beide haben viel mit Geschichten zu tun. Du erzählst sie, ich spiele sie.
Darum zum Abschied eine Geschichte.
Eines frühen Morgens klopfte eine Ameise an der Tür des Eichhörnchens.
‘Wie schön,Besuch!’sagte das Eichhörnchen.
‘Das ist nicht der Grund für mein Kommen,’ sagte die Ameise..
‘Aber ein bisschen Sirup nimmst Du?
Okay, ein klein wenig’’
Mit vollem Mund erzählte die Ameise den Grund ihres Kommens.
‘Wir werden uns eine Weile nicht mehr sehen,’ sagte sie.
‘Warum nicht?’ fragte das Eichhörnchen überrascht. Aber ich mag deine Besuche sehr
gerne sagte es mit dem Mund voller Brei und schaute die Ameise mit grossen Augen an.
‘Dann finden wir heraus ob wir uns vermissen`sagte die Ameise.
‘Vermissen?’
‘Vermissen. Du weißt noch was das ist?’
‘Nein,’ sagte das Eichhörnchen.
‘Vermissen ist was Du fühlst wenn etwas fehlt’
‘Was fühlst Du dann?’
‘Ja, deshalb will ich es ausprobieren.’
‘Dann sollten wir uns vermissen` sagte das Eichhörnchen traurig.
‘Nein,’ sagte die Ameise,‘wir könnten uns einander auch vergessen .’
‘Vergessen! Dich?!’ rief das Eichhörnchen.
‘Nun,’ sagte die Ameise. ‘Schrei nicht so laut.’
‘Ich werde Dich nie vergessen,’ sagte Sie leise.
‘Nun ja,’ sagte die Ameise. ‘Das müssen wir abwarten. Machs gut!’
Schnell war sie der Tür und den Baum heruntergeklettert.
Sofort begann das Eichhörnchen sie zu vermissen.
‘Ameise,’ rief es,‘ich vermisse Dich!’ Seine Stimme hallte zwischen den Bäumen.
‘Du kannst mich noch nicht vermissen!’ sagte die Ameise. ‘Ich bin noch gar nicht weg!’
‘Aber es ist doch so!’rief das Eichhörnchen.
‘Warte einen Moment,’ klang es aus der Ferne.
Das Eichhörnchen seufzte und entschied sich zu warten. Aber es vermisst die Ameise mehr und mehr. Manchmal dachte es an seine Nusscreme oder an den Geburtstag des Falter an diesem Abend, doch es vermißte die Ameise wieder.
Doch an diesem Abend hielt es es nicht mehr aus und ging nach draußen. Nach nicht mal drei Schritten kam ihm die Ameise entgegen, müde, verschwitzt, aber zufrieden.
‘Es ist in Ordnung’ sagte die Ameise. ‘Ich vermisse Dich auch. Und ich habe Dich nicht vergessen.’
‘Ich hatte recht mit dem was ich dir sagte,’ sagte das Eichhörnchen.
‘Ja’ sagte die Ameise. Sie legten die Arme umeinander und gingen an den Fluß um dem glitzernden Wellenspiel zuzuschauen.
Lieber Marc, ich werde Dich vermissen aber nie vergessen.
Diana
Dear friends and Family,
Thank you for beiing here!
Beloved Marc you brought us together, people who have never been together in these circumstances. The last opportunity we have to bring you an honorful and loving last flight. We are thankful that you were our friend.
My Godchild, I was 15 years old when you were born, the first time that I could hold you in my arms, and at that time I was not aware that, 36 years later, my place would be beside your coffin. I remember you as a warm and caring man, strong, creative, full of life and determination. I have wonderful memories of you carrying Alwin the whole day in the Efteling when he was a little boy, making toys for the children or chopping down big trees, a strong embrace when there was sadness - you were always there when needed.
As a little boy of 2 years old your passion for flying was already there, you took your own flight (which at that time was running) on the camping. Your mother and I did a big search and finaly we found you in a caravan. Older people were feeding you cookies, also one of your passions. You entered into many challenges with a lot of passion. You were a very earthy man who loved the pleasure of flying in the air and looking down to the earth. Always very helpful and in for a new big project, you were very comfortable with change, adapting to new environments and situations.
During the last couple of years you had a very intense and loving relationship with Angelika, always there to offer support and encouragement.
Together, you and your mother made a good team. Alice took care of all your legal and official requirements and you Marc you took care of the world. To know you Marc is knowing a world citizen. Your passion for flying took you to many places, and your mother knew that she had too let you go every time you went on your travels. Again and again.
The difficulty for a mother, for Alice, who gave birth to Marc is to also, in the same lifetime, say goodbye…………… I now invite my sister Alice to come forward to offer her last goodbye to her son.
Fire: Marc at the end of your life you were busy putting out the fire.
Fire in a gipsy gathering. Fire is passion and transformation, that fire on the 14th of august transformed many lifes. The Fire will be the last element you are going through today as you journey on to your next adventure. But you will leave behind a part of your light, your inner fire, in the hearts of all those who were touched by you.
Marc you were flying trough the air, air who is always changing, the air you breath and share with the entire world. The path of air leads directly to the one who loves you. Inhale the life force of the dream from wich you come. Exhale this love into your world. Marc thank you for sharing this gift of air with us.
By knowing this wonderful power of air we can share air by singing the next song. I want to invite you all to come to the coffin and form a circle, to honor and escort Marc in his flight to other places by singing the song you received on paper. Although you think you cannot sing, please try. Your heartpower is needed. I will start the song, you follow me so soon as you are able to. We sing the song four times. Fly like an Eagle……...
Fly like an eagle fly like an eagle
Flying so high, flying so high
Circling the univers, circling the univers
On wings of pure light, on wings of pure light
Ho witchie tai tai, ho witchie tai tai,
Witchie tai oh, witchie tai oh.
Ho witchie tai tai, ho witchie tai tai,
Witchie tai oh, witchie tai oh.
We all fly like eagles
We all fly like eagles
Flying so high, flying so high
Circling the univers, circling the univers
On wings of pure gold, on wings of pure gold.
Ho witchie tai tai, ho witchie tai tai,
Witchie tai oh, witchie tai oh.
Ho witchie tai tai, ho witchie tai tai,
Witchie tai oh, witchie tai oh.
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